Frische Pflanzenpower aus dem eigenen Beet. Kräuter selbst anbauen gelingt mit diesen einfachen Tipps. Plus 5 Kräuter für Anfänger.
In einer Zeit, in der Regionalität und Nachhaltigkeit an Bedeutung gewinnen, erfährt der Anbau eigener Kräuter eine Renaissance. Ob auf der Fensterbank, dem Balkon oder im Garten – frische Kräuter bereichern nicht nur die Küche, sondern auch das Wohlbefinden.
Wer sich als Anfänger in die Welt der Kräuter begibt, wird schnell feststellen: Die Vielfalt ist groß, doch einige Kräuter eignen sich besonders gut für den Einstieg.
Inhalt
Fünf einfache Kräuter für den Anfang
Basilikum
Basilikum ist das klassische Küchengewürz und lässt sich unkompliziert kultivieren. Es benötigt einen sonnigen Standort und durchlässige, nährstoffreiche Erde. Regelmäßiges Gießen ist essenziell, Staunässe hingegen sollte vermieden werden. Beim Ernten empfiehlt es sich, stets ganze Triebspitzen abzuschneiden, um die Pflanze zu einem buschigeren Wuchs anzuregen.
Petersilie
Petersilie ist ein echter Allrounder in der Küche und kommt sowohl glatt- als auch krausblättrig daher. Sie bevorzugt halbschattige bis sonnige Standorte und humusreiche Erde. Geduld ist gefragt: Die Keimung kann bis zu vier Wochen dauern. Ein regelmäßiger Rückschnitt sorgt für üppiges Wachstum.
Thymian
Thymian ist nicht nur eine geschätzte Zutat in mediterranen Gerichten, sondern auch eine bewährte Heilpflanze. Er gedeiht besonders gut an sonnigen Plätzen mit sandigem, gut durchlässigem Boden. Aufgrund seines geringen Wasserbedarfs ist er äußerst pflegeleicht. Wer Thymian regelmäßig beerntet, hält die Pflanze vital und aromatisch.
Minze
Minze begeistert mit ihrem frischen Aroma und eignet sich hervorragend für Tees, Desserts oder erfrischende Getränke. Sie wächst schnell und sollte daher in einem separaten Gefäß oder abgegrenzten Bereich angepflanzt werden, um unkontrollierte Ausbreitung zu vermeiden. Ein halbschattiger bis sonniger Standort und regelmäßige Wassergaben sind ideal.
Schnittlauch
Schnittlauch ist ein pflegeleichtes Würzkraut, das bereits in kleinen Töpfen gedeiht. Er bevorzugt feuchte, humusreiche Böden und sonnige bis halbschattige Plätze. Eine regelmäßige Ernte fördert das Nachwachsen der feinen Röhrenblätter. Besonders praktisch: Schnittlauch übersteht auch kühle Temperaturen und kann mehrjährig genutzt werden.
Was ist leichter: Samen säen oder Pflanze kaufen?
Gerade Anfänger stehen vor der Frage, ob sie Kräuter aus Samen ziehen oder lieber Jungpflanzen kaufen sollten. Die Aussaat erfordert etwas Geduld und Fingerspitzengefühl, da Keimbedingungen wie Temperatur und Feuchtigkeit stimmen müssen. Manche Kräuter, wie Petersilie, keimen langsam und ungleichmäßig. Andere, etwa Basilikum, keimen rasch und sind daher gut für Anfänger geeignet.
Wer einen schnelleren Erfolg sehen möchte, kann auf Jungpflanzen aus der Gärtnerei oder dem Supermarkt zurückgreifen. Diese lassen sich sofort ernten und sind weniger anfällig für typische Anfängerfehler wie unregelmäßiges Gießen oder falsche Standortwahl. Dennoch lohnt es sich, mit der Zeit auch die Anzucht aus Samen auszuprobieren, da dies oft robustere Pflanzen hervorbringt.
Tipps für eine erfolgreiche Kräuterzucht
- Den richtigen Standort wählen: Kräuter haben unterschiedliche Ansprüche an Licht und Boden. Während mediterrane Kräuter wie Thymian und Basilikum viel Sonne benötigen, gedeihen Minze und Petersilie auch im Halbschatten.
- Erde und Dünger gezielt einsetzen: Ein gut durchlässiges Substrat ist entscheidend. Während robuste Kräuter wie Thymian mit sandigem Boden auskommen, benötigen andere, etwa Basilikum, nährstoffreiche Erde. Organischer Dünger wie Kompost oder Kräuterdünger fördert das Wachstum.
- Mäßiges, aber regelmäßiges Gießen: Die meisten Kräuter bevorzugen gleichmäßige Feuchtigkeit, reagieren jedoch empfindlich auf Staunässe. Die Fingerprobe hilft: Ist die oberste Erdschicht trocken, ist es Zeit zu gießen.
- Kräuter sinnvoll kombinieren: Bestimmte Kräuter profitieren voneinander. Petersilie und Schnittlauch harmonieren gut im Beet, während Thymian eher für sich allein gedeihen sollte.
- Regelmäßige Ernte fördert Wachstum: Durch das gezielte Abschneiden von Triebspitzen oder Blättern bleibt die Pflanze gesund und kräftig. Die beste Erntezeit ist meist am Vormittag, wenn der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist.
Kräuter selbst anbauen – ist gar nicht schwer! Nur Mut
Der Einstieg in die Kräuterzucht ist mit der richtigen Auswahl und etwas Pflegeaufwand unkompliziert und lohnend. Ob für kulinarische Kreationen oder wohltuende Tees – frische Kräuter bereichern den Alltag auf vielfältige Weise. Wer einmal den Geschmack selbst gezogener Kräuter erlebt hat, wird auf sie nicht mehr verzichten wollen. Außerdem schont es das Geldbörserl.
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