Wie du im Garten eine Kräuterspirale anlegst und die unterschiedlichen Höhen für aromatische Kräuter nützt.
Eine Kräuterspirale ist der ideale Ort, um Kräuter für die Küche zu züchten. Bei der Kräuterspirale wächst das Beet schneckenförmig in die Höhe. Somit werden die Ansprüche der unterschiedlichen Kräuter erfüllt. Am wichtigsten ist es, den richtigen Standort zu finden. Dies ist ein geschützter und sonniger Ort im Garten. Durch den schneckenförmigen Aufbau der Kräuterspirale stehen vier Zonen für den Anbau der Kräuter zur Verfügung.
Die vier Zonen der Kräuterspirale
Die Mittelmeerzone befindet sich ganz oben und ist besonders trocken und sonnig. Hier gedeihen Kräuter aus dem Mittelmeerraum wie Rosmarin, Salbei oder Lavendel sehr gut. Die Erde sollte hier mit Kalk und Sand durchmischt sein. In der darunterliegenden Normalzone, die trocken und schattig liegt, bietet mit mehr Humus und weniger Sand in der Erde die besten Voraussetzungen für ein optimales Wachstum von Oregano, Melisse oder Koriander. Noch feuchter ist die dritte Zone, wo Schnittlauch, Kerbel und Petersilie sehr gut gedeihen. Plant man, auch Brunnenkresse oder Wasserminze zu pflanzen, lohnt es sich, als vierte Zone einen Miniteich und somit die Feuchtzone anzulegen.
Anlegen und Gestalten einer Kräuterspirale
Neben der Standortwahl beeinflusst auch die Richtung der Kräuterspirale den Erfolg. Für perfekte Bedingungen muss sich die Öffnung des Schneckenhauses auf der Südseite befinden. Nachdem das etwa spatentiefe Fundament für die Kräuterspirale ausgehoben wurde, wird mit grobem Kies und Schotter eine Drainage gelegt. Die Spirale wird aus Mauersteinen aufgebaut und mit Erde oder anderen Füllmaterialien befüllt. Um höhere Bereiche nicht durchwegs mit Erde füllen zu müssen, können hier auch zerbrochene Steine als Füllmaterial verwendet werden.
Eignen sich alle Kräuter für die Kräuterspirale?
Eine Kräuterspirale bietet den unterschiedlichsten Kräutern optimale Bedingungen. Allerdings sollte man davon Abstand nehmen, Kräuter zu pflanzen, die sehr groß werden oder lange Wurzeln bilden. Liebstöckel oder Beinwell sollten eher im Kräuterbeet als in der Kräuterspirale ihren Platz haben. Winterharte, mehrjährige Kräuter können das ganze Jahr über in der Kräuterspirale verbleiben, während zum Beispiel der nicht winterharte Rosmarin am besten mit einem Topf eingegraben und vor dem Frost wieder ausgegraben wird. Einjährige Kräuter wie Basilikum oder Dill gedeihen nur eine Saison und müssen im darauffolgenden Jahr wieder neu angepflanzt werden. Mit diesen Tipps zum Anlegen/Gestalten einer Kräuterspirale wird die Freude an der Kräuterernte groß sein.
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