Der Bonsai-Garten in Seeboden lädt zum Nachdenken und Innehalten ein. Ein Ausflug in die Natur mit vielen Tipps rund um die Bonsai-Pflege.
Die Menschen sind die Diener der Natur, niemals aber ihre Besitzer. Auch wenn sich im Bonsai-Garten von Günther Klösch in Seeboden manche Bäume zum Gruße der Gäste nach japanischer Tradition vor den Menschen verbeugen.

Bonsai-Garten in Kärnten
Jedes Element in dem exotischen Garten erfüllt einen bestimmten Zweck und erzählt auf seine eigene Weise eine Lebensweisheit. Nichts wird dem Zufall überlassen. Alles hat eine Bedeutung. „Jeder Stein und jeder Baum spricht zu uns, zum Beispiel durch seine Form“, erzählt Bonsai-Vater Klösch.
Seit mehreren Jahrzehnten beschäftigt er sich mit der Aufzucht von Bonsai und hat auf einer Fläche von über 15.000 Quadratmetern verschiedene japanische Gärten mit mehreren tausend Bonsai-Bäumen angelegt. Der älteste Baum ist 200 Jahre alt.

Gärtnern mit Zen
Wer durch den Landschaftsgarten spaziert, begegnet nicht nur botanischen Besonderheiten, sondern auch dem Leben und sich selbst. Denn anders als in Europa wird der Zen-Garten nicht mit Arbeit und körperlicher Ertüchtigung gleich gesetzt, sondern ist einfach nur zum Nachdenken und Verweilen da.
Wer sich vorab anmeldet, bekommt bei Führungen direkt vom Bonsai-Expertendie japanische Philosophie der kleinen Bäume in der Schale anschaulich erklärt.
Das Bonsai-Museum ist geöffnet von April bis Oktober. Adresse: Liedweg 3, 9871 Seeboden. Anmeldung zur Führung: www.bonsaimuseum.at
Text & Fotos: Anita Arneitz
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