obom Achtsamkeitsfestival am Hafnersee: Mein Rückblick

Vier Tage Achtsamkeit am Hafnersee: mein Rückblick auf das obom Festival in Kärnten mit Workshop-Premiere & Kräuterwissen.

obom Achtsamkeitsfestival am Hafnersee: mein Rückblick auf vier besondere Tage

Stille am frühen Morgen. Nebelschwaden über dem Hafnersee. Später irgendwo zwischen Scheune und Seeufer das leise Ausrollen von Yogamatten. Im Hintergrund wertschätzende Gespräche. Ideen, die durch den Raum fliegen. Slow Food und Nahrung für die Seele. So habe ich die Tage beim obom Achtsamkeitsfestival in Erinnerung und dieses Gefühl wollte ich hier mit dir teilen.

Kurz zusammengefasst

  • Das obom Achtsamkeitsfestival feierte heuer sein 5-jähriges Jubiläum am Hafnersee in Keutschach, Kärnten
  • Vier Tage lang gab es Workshops zu Meditation, Bewegung, Klang, Frauengesundheit und Kräuterwissen
  • Ich durfte dort meine Methode aus Schreiben, Zeichnen und Naturbeobachtung erstmals in Kärnten vorstellen

Was ist das obom Achtsamkeitsfestival eigentlich?

Wenn ich erzähle, dass ich auf einem Achtsamkeitsfestival war, kommt fast immer dieselbe Frage: „Ist das sowas wie ein Musikfestival, nur ruhiger?“ Nicht ganz. Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus Weiterbildung, Erlebnis und einer Auszeit, die man sich selbst schenkt. Musik gibt es auch. Aber anders.

Das obom Festival wurde vor fünf Jahren von Nica Schuemie und Chiara Steuerer ins Leben gerufen. Heuer durfte ich also das kleine Jubiläum miterleben. Vier Tage lang verteilten sich Workshops und Vorträge über das gesamte Gelände beim Hotel Allesch am Hafnersee in Keutschach am See: auf der Hauptbühne, in der Scheune, draußen auf der Wiese, im Wald, direkt am See und im Zelt. Mehr Details zum aktuellen Programm findest du übrigens auf der offiziellen Seite von One Body One Mind.

Was mich sofort für das Konzept eingenommen hat: Es geht nicht darum, ein Thema „fertig“ zu lernen. Du wählst dir aus, was gerade zu deinem Leben passt – von spirituellen Zugängen bis zu Ansätzen aus der modernen Wissenschaft.

Ein Programm, das von Atmung bis Kräuterwanderung reicht

Die Bandbreite hat mich wirklich beeindruckt. Es gab Vorträge über unseren digitalen Alltag und wie unser Gehirn damit umgeht, Atemarbeit, Crystal Singing, also Meditation mit Klangschalen aus Glas, Sound Healing, neurografisches Zeichnen, Angebote rund um Frauengesundheit, Meditation, Mindset-Arbeit, Entspannung und Fitness. Erstmals mit dabei war heuer auch ein Qigong-Workshop, diese sanfte, asiatische Bewegungsmeditation. Dazu kamen Kräuterwanderungen, Bodyscan, Eisbaden, Pilates, Angebote für den Rücken, Feng Shui und natürlich Yoga in allen Facetten.

Was mir besonders gut gefallen hat: Es war keine Massenveranstaltung, in der sich hundert Menschen in einen Yogaraum quetschen. Das Gelände ist riesig, die Workshopgrößen angenehm klein. Man findet also tatsächlich Ruhe, auch mitten im Trubel eines Festivals.

Für alle Teilnehmenden gab es außerdem kostenlose, regionale Köstlichkeiten von Slow Food Kärnten und prall gefüllte Goodiebags. Ein Secondhandmobil der sozialen Betriebe Kärnten war ebenfalls vor Ort. Das obom Festival versteht sich als Green Event. Nachhaltigkeit wird hier nicht nur behauptet, sondern in der ganzen Organisation sichtbar gelebt.

Schon eine Woche vorher: die Auftaktveranstaltung mit Ulrich Duprée

Bevor das eigentliche Festival überhaupt losging, gab es heuer erstmals eine eigene Auftaktveranstaltung. Ein Tag des Innehaltens, Loslassens und bewussten Neubeginns, wie es die Veranstalterinnen genannt haben. Im Mittelpunkt stand ein Workshop mit Ulrich Duprée, bekannt durch seinen internationalen Bestseller „Ho’oponopono“, der sich mit dem Klären alter Konflikte und Verletzungen beschäftigt hat. Ergänzt wurde der Tag durch einen achtsamen Keramik-Workshop, bei dem eine kleine Schale aus Ton als Symbol fürs Loslassen entstand, sowie durch eine Crystal Singing Bowl Meditation und einen Abschlussworkshop mit Nica und Chiara selbst.

Ich finde diese Idee schön: sich schon vor dem eigentlichen Festival Zeit für einen bewussten Übergang zu nehmen, bevor man mit offenen Sinnen ins Programm startet.

Anita Arneitz beim Forest Journaling Workshop
Anita Arneitz beim Forest Journaling Workshop

Meine eigene Premiere am Ufer des Hafnersees: Forest Journaling

Und dann war da noch mein ganz persönlicher Programmpunkt: Ich durfte beim obom Festival meinen ersten Workshop in Kärnten überhaupt halten, eine kreative Technik, bei der Schreiben, Malen und Naturbeobachtung zusammenkommen. So hat es ausgehen beim Forest Journaling.

Wir haben direkt am Ufer gearbeitet. Manche Teilnehmerinnen saßen am Steg, andere im Schatten der Bäume, wieder andere mitten auf der Wiese. Diese entspannte, fast schon verspielte Stimmung hat mich selbst überrascht und berührt.

Was mich am meisten gefreut hat: Die Teilnehmerinnen waren erstaunt, wie einfach der Zugang eigentlich ist. Du musst nicht perfekt malen können. Du musst nicht perfekt schreiben können. Es geht darum, deine Wahrnehmung zu schulen, deine Sinne zu aktivieren und über diesen kleinen Umweg wieder bei dir selbst anzukommen. Genau diese Verbindung zwischen Schreiben und Naturerleben ist auch das, was mich bei meinen Forest Therapy Trail-Angeboten am Wörthersee immer wieder trägt.
Es war die Premiere dieses Workshops in Kärnten und sicher nicht die letzte. Ich sitze gerade an meinem Terminkalender für heuer und nächstes Jahr, und ja, ich freue mich schon sehr darauf, wieder loszulegen.

Auch für Elena Paschinger war es eine Premiere. Sie hat hier das erste Mal einen Kimoo-Doo-Workshop gehalten und plant schon die nächsten Retreats dazu.

Warum sich ein Achtsamkeitsfestival lohnt

Manche nutzen das obom Festival als Kurzurlaub oder Retreat, manche kommen nur für einen einzelnen Workshop vorbei. Beides ist völlig in Ordnung. Wenn ich überschlage, was man bekommt, wenn man alle Workshops eines Tages einzeln buchen würde, wäre der Ticketpreis für das gesamte Festival ein echtes Schnäppchen.

Aber ehrlich gesagt war für mich nicht der Preis das Entscheidende, sondern der Austausch. Die Vernetzung mit der Community, die Offenheit, mit der man sich begegnet ist, das hat mir richtig viel Energie für meinen Alltag mitgegeben. Schade finde ich nur, dass das obom Festival im deutschsprachigen Raum noch nicht so bekannt ist, wie es das verdient hätte.

Vielleicht auch etwas für dich?

Falls du selbst neugierig auf Achtsamkeit, Naturverbindung oder kreatives Arbeiten in der Natur geworden bist, ich lade dich herzlich ein, dich einmal umzusehen. Auf meiner Forest Therapy Trail Seite findest du, wie ich diesen Zugang das ganze Jahr über am Wörthersee anbiete, und unter Forest Therapy Termine 2026 siehst du, wann der nächste Waldspaziergang stattfindet.

Und falls du magst, dass ich dich informiere, sobald ich neue Termine für meinen Kreativ-Workshop plane oder von meiner nächsten Kärnten-Runde berichte, dann trag dich gerne in meinen Newsletter ein. Falls nicht: Genieß einfach den Moment und vielleicht sehen wir uns beim nächsten obom Festival am Hafnersee.

Anita Arneitz – Kräuterlei am Wörthersee

Ich bin Anita

Kräuterpädagogin, Buchautorin & Journalistin am Wörthersee. Hier teile ich Kräuterwissen, Schreibimpulse und Naturerlebnisse – für ein Leben, das sich mehr nach dir anfühlt.

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Fotos: Anita Arneitz & Geevani Weiß

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